„Fussball", ein Ballspiel ... vorwiegend mit dem Fuß“ gespielt (so Meyers Grosses Handlexikon), kennt die Menschheit schon seit vielen Jahrhunderten.
Doch die heute gültige Form des Spieles ist erst im vorletzten Jahrhundert in England entstanden, so dass man gemeinhin die britische Insel als das „Mutterland“ des Fussball bezeichnet.
So verwundert es nicht, wenn dort auch die ersten organisierten Spiele und die erste richtige Meisterschaft stattfanden.
Schnell verbreitete sich das in Regelwerk und technischer Ausführung auf den ersten Blick einfache Spiel über den gesamten europäischen Kontinent und wurde schließlich auch in Deutschland Nationalsport Nummer eins.
Bis zu diesem Status sollte jedoch ein langer, oft nicht infacher Weg zurückzulegen sein, den am Anfang wenige, später immer mehr junge Menschen auch im Kreis Höxter mitgingen.
Am 28. Januar 1900 wurde in Leipzig der Deutsche Fussballbund (DFB) gegründet. 1903 fand die erste deutsche Fussballmeisterschaft statt, die der VfB Leipzig gewann und die ab 1905 jedes Jahr ausgespielt wurde.
Ein Anfang war gemacht und immer mehr Mannschaften nahmen am Spielbetrieb teil. Und wie es das Schicksal von allen neuen Sportarten ist, so mußte sich auch der Fussball langsam und mühevoll einen Platz im öffentlichen Leben erkämpfen.
Gerade in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg galt das Turnen als die „deutsche“ Sportart, die in jeder Hinsicht gefördert wurde. Während der „englische“ Fussball in der Öffentlichkeit verpönt war.
Die erste feststellbare Begegnung im Kreis Höxter soll im Jahre 1908 in Höxter ausgetragen worden sein und zwar zwischen dem Baugewerkturnverein, also den Turnern der Baugewerkschule,
und dem Männerturnverein MTV Höxter. Der MTV Höxter ist übrigens der älteste nachweisbare Sportverein im Gebiet des heutigen Kreises Höxter. Die Gründung geht auf das Jahr 1864 zurück.
Der Erste Weltkrieg unterbrach die aufkommende Sportbewegung zwischen Weser und Egge für fast sechs Jahre. Erst 1920, als sich das Leben wieder einigermaßen normalisiert hatte,
konnte in bescheidenem Maße wieder an Freizeitaktivitäten wie Fussball gedacht werden.Positiv wirkte sich die Aufhebung des Verbotes aus, in den Schulen Fußball zu spielen.
Die Mitgliedszahl des DFB steigerte sich von 189.294 Mitgliedern 1914 auf 467.962 im Jahr 1920. An dieser Entwicklung waren auch die Fußballer des Kreises Höxter beteiligt.
Eine Vielzahl von Vereinsgründungen war in unseren Gefilden zu Beginn der 20er Jahre zu verzeichnen. Vom TuS 1911 Godelheim, der auch schon vor dem Ersten Weltkrieg über eine Fußballmannschaft verfügte,
wird berichtet, daß der Verein mit dem VfR Höxter, Bad Lippspringe und FC Boffzen 1920 eine Spielklasse bildete. Sie wer den als „führende Mannschaften dieser Zeit“ in der Godelheimer Vereinschronik genannt.
Kurze Zeit später gesellten sich Sport Brakel, SpVg „ Westfalia“ Driburg, TuSp Nieheim, VfB Beverungen, TuS Hembsen, SV Steinheim, TuS Bellersen und der „SV Germania Bredenborn“ hinzu.
Offizieller Gründungstag war laut Bestandserhebung der 21. Mai 1921, als der Schmied Aloys Potthast, Josef Wolff, Wilhelm Potthast, Heinrich Kirschei, Anton Sänger, Heinrich Koch (Stresemann),
Wilhelm Göke (Burgstraße) und Franz Wolff (Königstraße) den Verein SV Germania Bredenborn ins Leben riefen.
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Dann kam das Elfmeterschießen.
Wir hatten alle die Hosen voll, aber bei mir lief's ganz flüssig!
Paul Breitner